Zu dritt sind wir auf eine Messe gegangen. Die anderen beiden haben die Duftzwillinge verkauft und die Leute angesprochen. Ich? Ich war zu schüchtern dafür.
Also habe ich mich in den Hintergrund gestellt. Habe beobachtet. Zugehört. Und ab und zu habe ich jemanden gefragt — nicht um zu verkaufen, sondern weil ich es wirklich wissen wollte. Jeder konnte zwei Stimmen auf fünf Organisationen verteilen. Das Ziel: herausfinden, was den Menschen wirklich wichtig ist.
Ozeankind hat gewonnen. Aber was mich wirklich bewegt hat, war die Frage, die ich jedem gestellt habe: „Was braucht die Menschheit gerade jetzt am meisten?"
Die Antworten haben mich begeistert. Ich habe verstanden: Menschen haben Bock, Verantwortung zu übernehmen. Sie wollen etwas Gutes tun.
Aber die Wahrheit war: Sie haben nicht auf den richtigen Moment gewartet — sie wussten nicht, wo sie überhaupt anfangen sollen. Es gibt so viele Probleme, so viele Bereiche, in denen man ansetzen könnte.
Ich habe mir deshalb zur Aufgabe gemacht, fünf Organisationen herauszusuchen — in unterschiedlichen Bereichen tätig, mit einem gemeinsamen Ziel: Leid zu minimieren, Probleme zu lösen. Damit man als Käufer nicht wählen muss, ob man etwas tut — sondern nur noch, wohin der Impact fließt.
Das Konzept war bestätigt. Parfum als Medium für Spenden — es funktionierte. Nur rechtlich war es leider nicht umsetzbar, so wie ich es mir vorgestellt hatte. Also musste ein neuer Weg her. Den habe ich dann alleine gesucht — und gefunden.